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07.08.2018 Meldungen

Dossier: Transparenz über das Asyl- und Aufnahmesystem schaffen

Kenntnisse über das deutsche Asyl- und Aufnahmesystem seien notwendig, damit geflüchtete Menschen aktiv an ihrem Asyl- und Aufnahmeprozess teilnehmen können, so lautet die These des Dossiers des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und der Robert Bosch Stiftung. In dem Bericht mit dem Titel „Viele Fragen, zu viele Antworten? Die Transparenz des Asyl- und Aufnahmesystems für Flüchtlinge“ wird der Zugang zu Informationsangeboten für geflüchtete Menschen untersucht.

Informationsangebote – Qualität statt Quantität

Die Erkenntnisse des Dossiers beruhen auf einem vorangegangenen Forschungsprojekt, bei dem in Interviews der Kenntnisstand von Geflüchteten in drei Bereichen untersucht wurde: 1) Regelungen, Rechtsgrundlagen und Kriterien, 2) Prozesse und Zeithorizonte, 3) Zuständigkeiten und Ansprechpartnerinnen und -partner. In der Analyse werden Ergebnisse dargestellt und Empfehlungen zur Verbesserung des Zugangs und der Transparenz gegeben. 

Laut Bericht verfügten die Neuankommenden oft nur über ein geringes Wissen ihrer Rechte und Pflichten. Dies liege unter anderem an den sehr komplexen Regelungen und Strukturen sowie unübersichtlichen Informationsangeboten. Damit das notwendige Wissen vermittelt werden könne, so die Annahme im Dossier, komme es nicht nur auf den Umfang an Informationsangeboten an. Stattdessen seien Vertrauenswürdigkeit, persönliche Gespräche und die Vernetzung der beteiligten Einrichtungen und Personen von vorrangiger Bedeutung.

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