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13.07.2018 Aus dem Programm

Kommunale Jugendpartizipation in Solingen

Wie sieht eine vielfältige Beteiligung von Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung aus? Dieser Frage widmete sich am 4. Juli eine Veranstaltung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Kooperation mit der Jugendförderung und dem Modellprojekt „fYOUture – Wenn Demokratie leben lernt“.

Fachkräfte aus den Bereichen Migration und Integration, Jugendförderung, aber auch Wohnen und Soziales aus verschiedenen Kommunen in Nordrhein-Westfalen besuchten die Stadt Solingen, um sich von Beteiligungsprojekten vor Ort inspirieren zu lassen. Zunächst wurde das Modellprojekt „fYOUture“ (Jugendförderung) von der Projektleitung Isolde Aigner und mitwirkenden Jugendlichen präsentiert. 

Ziel des Modellprojekts ist es bis Sommer 2020 eine Handlungsstrategie für kommunale Jugendpartizipation zu entwickeln. Darüber hinaus sollen Zielgruppen - die bisher wenig beteiligt wurden - mobilisiert und gefördert werden, um sich in Zukunft (kommunal-) politisch einzumischen und Solingen auf vielfältige Weise mitzugestalten. So sollen im Umkehrschluss auch Politik und Verwaltung die Möglichkeit erleben „jugendlich zu denken“ und damit Anliegen und Empfehlungen besser zu berücksichtigen. 

Am Nachmittag hatten die Fachkräfte die Möglichkeit sich an interaktiven Thementischen mit der Jugendförderung, dem Stadtjugendring, dem Bürgerverein „Rund um die Zietenstraße“, der AWO Arbeit und Qualifizierung, dem Jugendstadtrat und der Verwaltung über gelungene Beteiligungsprojekte in Solingen auszutauschen. Das Patenschaftsprojekt für Geflüchtete Peer2Peer (Jugendförderung) stellte beispielhaft für seine Arbeit die Ergebnisse eines Fotoworkshops mit Statements von jungen Geflüchteten zum Thema Berührungsangst in Form einer Ausstellung vor.

Isolde Aigner betonte an diesem Tag, wie bedeutend die Devise „Scheitern erlaubt“ sei und, dass es immer wieder Mut brauche, Neues auszuprobieren. Diesen Mut geben sich die Beteiligten auch gegenseitig; berichtete Merve Şahin, die sich schon von Beginn an im Jugendforum der Stadt Solingen engagiert.

Unterstützung bei der Umsetzung des Besuchs erhielt die Stadt Solingen vom Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden - Bündnisse für junge Flüchtlinge", ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

Laura Sahm, Programmmitarbeiterin sagte zu dem Besuch der kommunalen Akteure in Solingen: „Die Umsetzung der Veranstaltung unter Mitgestaltung der engagierten Jugendlichen entsprach der Vision von lebendiger Jugendbeteiligung und ermöglichte Einblicke in die Perspektive der Jugendlichen selbst. Wir freuen uns, dass der Raum für aktiven Austausch der Teilnehmenden untereinander und mit den Jugendbeteiligungsprojekten in Solingen genutzt wurde und wir Handlungsmut wecken konnten.“

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