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07.06.2018 Aus dem Programm

Was beschäftigt geflüchtete Jugendliche in Bremen?

Mehr als 50 geflüchtete Jugendliche tauschten sich Bremen in mehreren Workshops über Themen wie Aufenthaltssicherung, Deutscherwerb, Schule und Beruf oder Diskriminierung aus. Sie konnten dort ihren bisherigen Weg des Ankommens skizzieren und reflektieren, was sie schon alles (alleine) hier in Deutschland geschafft und gelernt haben. Die Workshops waren hilfreich, Ihren Blick nach vorne zu richten und positive Ressourcen für ihre weitere Zukunft zu entdecken.
Die Jugendlichen wünschen sich stärkere Unterstützung der Jugendhilfe gerade bei den komplexen Anforderungen des Ankommens. Ihre Wünsche und Anregungen wurden auch an das Jugendamt Bremen und die Jugendberufsagentur weitergegeben und soll in die Arbeit miteinfließen. 

Zum Abschluss haben sich Ende Mai die Jugendlichen mit Mitarbeitenden des Jugendamtes und der Jugendberufsagentur getroffen, um gemeinsam die Ergebnisse der Workshops anzuschauen. Dort betonten sie, dass sie in den Workshops viel über sich erfahren und positive Impulse und Mut mitnehmen konnten. Die gemeinsame Arbeit empfanden die Jugendlichen als wichtig und wünschen sich eine Fortsetzung.

In den Workshops zeigte sich unter anderem, dass ein unsicherer Aufenthaltsstatus für viele Jugendliche eine große Belastung darstellt und die Konzentration und Motivation in anderen Bereichen blockiert. Auch frustriert sie die empfundene Intransparenz der Prozesse. Ein weiterer Bereich, der zur Sprache kam, war der Übergang von Schule zum Beruf. Zum einen nehmen viele das deutsche Ausbildungssystem als komplex und unverständlich wahr. Zum anderen ist der Druck sehr hoch, wenn die Aufenthaltserlaubnis von einem Ausbildungsplatz abhängt.

„Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ hat die Veranstaltungsreihe konzipiert und durchgeführt. Jolita Rolf, Programmitarbeiterin in Bremen sagte: „Wer jungen Menschen Teilhabe ermöglichen will, muss sie fragen, was sie benötigen und Begegnungsmöglichkeiten mit Gleichaltrigen schaffen. Im Miteinander entwickeln sie das Selbstvertrauen, eigene Ziele zu benennen und sich Perspektiven zu erschließen.“

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