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09.10.2018 Pressemitteilung

„Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ zieht Bilanz

Nach drei Jahren Programmlaufzeit zieht das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ Bilanz: Mehr als 15.500 Mitarbeitende aus öffentlichen Verwaltungen, freien Trägern der Jugendhilfe, Verbänden und ehrenamtlichen Initiativen hat das Programm erreicht und über 200 Kommunen bundesweit durch die Angebote im Bereich Kinderschutz, Bildung und Berufseinstieg unterstützt. Das gemeinsame Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) startete im Mai 2015 mit dem Ziel, Kommunen bei der Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher durch Fachwissen und Vernetzung zu helfen.
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Damit Integration gelingt, braucht es viele, die mithelfen. Aber vor allem braucht es Menschen, die zusammenhalten, weil sie Freunde sind. Genau das fördern wir mit dem Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“. Ich kann nur allen Dank sagen, die vor Ort im Hauptamt und im Ehrenamt, Menschen beim Ankommen und Fuß fassen geholfen haben.“

Auf einer Tagung in der Berliner Kalkscheune hat sich das Programm zusammen mit Frau Parlamentarischer Staatssekretärin Caren Marks, MdB, des BMFSFJ und 300 Teilnehmenden zu den Ergebnissen und Erfahrungen ausgetauscht. Caren Marks eröffnete die Tagung und verwies auf die Wichtigkeit des zivilgesellschaftlichen Engagements für eine gelingende Integration der Geflüchteten: „Das Programm ist ein voller Erfolg, dafür haben viele Menschen im ganzen Land gearbeitet und bewiesen, dass die Kombination von Haupt- und Ehrenamt dafür ein wesentlicher Faktor ist.“

Unter anderem präsentierten Kommunen, die an dem Programm teilnehmen, in Workshops ihre Arbeit. So setzen sich bundesweit mittlerweile über 100 Bündnisse, bestehend aus mindestens drei lokalen Akteuren, dafür ein, die Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher zu stärken. Schwerpunkte der Bündnisse sind unter anderem die Integration von jungen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt, Orte der Begegnung des Ankommens zu schaffen oder Beteiligung geflüchteter Jugendlicher in Planungsprozesse zu ermöglichen.
Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung: „Es hat einen Moment gedauert, bis sich Kommunen darauf eigelassen haben, gemeinsam, und wirklich gemeinsam, mit allen Akteuren, einschließlich der Unterstützung einer Stiftung, an einem Ziel zu arbeiten. Als der Knoten aber gerissen war, konnten wir auf eine sehr vertrauensvolle, zielführende und unter den schwierigen Bedingungen auch freudvolle und erfolgreiche Arbeit schauen."

Zusätzlich zur persönlichen Beratung stehen den Kommunen auch digitale Tools von „Willkommen bei Freunden“ zur Verfügung. So bündelt die „Willkommen bei Freunden“ Toolbox Instrumente, Empfehlungen und Methoden, die sich bei der Integration geflüchteter Kinder, Jugendlicher und ihrer Familien bewährt haben. Unter anderem enthält sie Anregungen, um an bestehenden Prozessen zur Planung und Durchführung von Integrationsmaßnahmen weiterzuarbeiten und neue Initiativen zu beginnen. Auf der Webseite finden sich aktuelle Informationen, Fachartikel und gute Beispiele aus der Programmarbeit. Mit der „Willkommen bei Freunden“-App reagierte das Programm 2016 auf die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Sie vernetzt ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gezielt mit Initiativen vor Ort. Dadurch kommt die notwendige Unterstützung dort an, wo sie benötigt wird. Die App erleichtert die Koordination und bringt Freiwillige mit aktuell über 590 registrierten Initiativen der Flüchtlingshilfe bundesweit und kostenlos zusammen.

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