28.11.2017 , Forum im Berufskolleg Ostvest

Fachtag Recklinghausen zur Vorstellung des kreisweiten Integrationskonzeptes

© Willkommen bei Freunden / Janto Trappe

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie herzlich zum Fachtag zum kreisweiten Integrationskonzept des Kreises Recklinghausen einladen. Neben der Vorstellung der Ergebnisse, aus den bisher im gesamten Kreis durchgeführten Workshops, sollen daran anschließend unter der Anleitung von Expertinnen und Experten weitere Handlungsschritte erarbeitet werden. Bevor es am Nachmittag in die Arbeitsphase geht erhalten Sie am Vormittag Impulse von Prof. Dr. Beate Küpper.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihren Beitrag, denn ohne den Input von allen beteiligten Akteuren kann kein kreisweites Integrationskonzept entwickelt werden!

Überblick

Datum

Dienstag, 28. November 2017, von 09:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Anmeldungen möglich bis

Montag, 27. November 2017

Veranstaltungsort

Hans-Böckler-Straße 2
45711 Datteln

Veranstalter

Willkommen bei Freunden - Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gGmbH
Kommunales Integrationszentrum - Kreis Recklinghausen

Kontakt

Sarah Vazquez
sarah.vazquez@dkjs.de

Kosten

kostenfrei

Dienstag, 28. November 2017

09:00 – 09:30 Uhr Ankommen

09:30 – 10:00 Uhr Begrüßung

10:00 – 10:30 Uhr Vorstellung der Handlungsfelder für ein kreisweites Integrationskonzept und Ergebnisse der Workshops von Oktober 2016 bis Februar 2017 durch das Kommunale Integrationszentrum

10:30 – 11:00 Uhr Dialog mit PartnerInnen aus Kreis und Städten zu den Workshops 2016/2017

11:00 – 11:15 Uhr Kaffeepause

11:15 – 11:45 Uhr "Gefühl und Verstand in Einklang bringen - Wichtige Erfolgsfaktoren zur Umsetzung eines Integrationskonzeptes"

Karin Esch - HGQM und Prozessbegleiterin im Programm Willkommen bei Freunden 


11:45 – 12:30 Uhr "Vielfalt als Herausforderung und Potential - Was Kommunen tun können"

Prof. Dr. Beate Küpper, Hochschule Niederrhein


12:30 – 13:15 Uhr Mittagspause

13:15 – 15:45 Uhr parallele Workshops - und integrierte Kaffepause

In allen Workshops geht es darum, anschließend an den

Ergebnissen der bisherigen Workshops, Handlungsschritte zu erarbeiten, die eine

Unterstützung und Hilfe für die Integration von Neuzugewanderten im Kreis

Recklinghausen sein können.

 

In jedem Workshop sind Expertinnen und Experten für das

jeweilige Handlungsfeld im Einsatz, die je nach Workshop, Ideen vorstellen oder

bei der Erarbeitung von Handlungsschritten, unterstützend

tätig sind. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen eigene Ideen

einzubringen und Vorschläge zu machen!

 

Die Zielgruppen

Familie, Jugendliche, Kinder und Frauen sollte soweit möglich in allen

Handlungsfeldern mitgedacht werden.


1 Wohnen

Wohnen findet in den Städten statt. Jede Stadt hat eigene Strukturen und Voraussetzungen. Daher können die Herausforderungen der Planung  auch nur in den Städten angegangen werden. Es macht  aber sicher Sinn, sich über das Vorgehen und gute Ideen, Probleme und Herausforderungen auszutauschen.

Viele Städte haben die Neuzugewanderte dezentral in einzelne Wohnungen oder Wohneinheiten untergebracht. Andere unterhalten zentrale Sammelunterkünfte.

In dem Workshop soll es um die Frage gehen, wie Stadtentwicklung und Stadtplanung auf den Zuzug von Neuzugewanderten reagieren und wie es in der Planung weiter gehen kann.

Welche Schritte stehen an? Welche Punkte müssen in  die Planung einbezogen werden. Müssen bestimmte Zielgruppen z.B. Frauen besonders berücksichtigt werden?

 

Oberziele:

- 1. Kommunale Planung: Was können wir hier gemeinsam anstoßen?

- 2. Akteure des Wohnens vernetzen 

Teilziel 1: Akteure identifizieren – wen können wir einbeziehen?

- 3. Eckpunkte des Wohnens vermitteln:  Gute Beispiele aus der Praxis

2 Sicherheit und Rassismus
Michael Moser (NRWeltoffen) - Zühtü Baritoglu (Haus der Kulturen)

Der Kreis erarbeitet  ein kreisweites Handlungskonzept gegen Rassismus und Rechtsextremismus über das Landesprogramm „NRWeltoffen“

Im Rahmen von „Demokratie leben!“ wurden und werden kreisweit Projekte angestoßen und umgesetzt, die die Werte unserer Demokratie vermitteln. In 2015 und 2016 gab es viele Projekte mit Neuzugewanderten.

Die Arbeit und die Strategie werden in diesem Workshop vorgestellt.

Des Weiteren fließt die praktische Erfahrung von Zühtü Baritoglu (Haus der Kulturen) aus der Rassismus- und Antidiskriminierungsarbeit in den Workshop ein.

 

Oberziel : Handlungsfelder der kreisweiten Strategie festlegen

Teilziel 1:  mit möglichst vielen Akteuren Handlungsschritte zu den Handlungsfeldern der kreisweiten Strategie erarbeiten /breite Öffentlichkeit herstellen und viele Unterstützer finden für die Umsetzung

Teilziel 2: Kleinprojekte, die die Werte unserer Demokratie vermitteln und auch die Menschen mitnehmen, die sich nicht dafür interessieren, nicht wählen gehen

Zu den Zielen können Kleinprojekte  im Rahmen von „Demokratie leben!“  initiiert werden.

3 Sport
Christian Gerhardt (Kreissportbund) - Hans Bohmann (VfL Hüls e.V.) - Robin Schneegaß (Landessportbund NRW)

Das Integrationspotential von Sport und Sportvereinen ist äußerst groß. Viele Neuzugewanderte haben ein großes Interesse Sport zu treiben und sich am Vereinsleben aktiv zu beteiligen. Trotzdem kommen Neuzugewandert und interessierte Vereine nicht automatisch zusammen.

In dem Workshop sollen die folgenden Fragen besprochen werden:

Oberziel: Abbau von Zugangsbarrieren/Vereinfachung der Inanspruchnahme von Sportangeboten und mehr Informationen und Transparenz

Teilziel 1: verbesserte Aufklärung zum Sport

-        Wo gibt es schon gute Beispiele im Kreis/können diese auf andere übertragen werden?

-        Informationsmaterial

-        Potentiale der organisierten Vereine mehr für Neuzugewanderte nutzen

-        Zugänge zu Fitnessstudios

Teilziel 2: Ausdehnung der ehrenamtlichen Tätigkeit und Qualifizierung von Neuzugewanderten im Sport

Teilziel 3: als Querschnittsthema über alle Handlungsfelder -  Welche Handlungsschritte benötigen wir für bestimmte Zielgruppen?

z.B. Stärkung der Teilhabe der Frauen/Kinder

-junge Männer/Jugendliche

 

Als Experten stehen in diesem Workshop Christian Gerhardt, Referent für Integration beim  Kreissportbund und Hans Bohmann von der Rollhockeyabteilung des  VfL Hüls e.V. zur Verfügung. Der VfL Hüls e.V. ist „Stützpunktverein Integration durch Sport“.

4 Bürgerschaftliches Engegament
Ulrike Reddemann (Netzwerk Bürgerengagement für den Kreis Recklinghausen) - Heike Schlicht (Lotsin der Stadt Oer-Erkenschwick)

Bürgerschaftliches Engagement ist bei der Integration von Neuzugewanderten unerlässlich.

Für ein gutes Gelingen der Arbeit sind Absprachen und Abstimmungen mit hauptamtlich tätigen Personen unerlässlich.

Durch eine Vielzahl an Helfenden und auch durch neue Formen des Ehrenamts wird eine Koordination immer schwieriger.

In dem Workshop sollen Vorschläge für notwendige Handlungsschritte zu einer guten Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt entwickelt werden.

Oberziel: generelle Organisation und Strukturierung von Entscheidungsprozessen zwischen Haupt- und Ehrenamt

Teilziel 1: Zuständigkeiten klären/transparent machen

Teilziel 2: Hilfe und Unterstützung für Ehrenamtliche (Komm AN)

Teilziel 3: Überforderung /-frachtung des Ehrenamts vermeiden

Teilziel 4: Hilfe zur Selbsthilfe für Neuzugewanderte

5 Bildung und Sprachförderung bis 15 Jahre
Sabine Leipski (Kommunales Integrationszentrum Kreis Recklinghausen) - Daniel Hein (Schulsozialarbeiter der Stadt Marl)

Bildung und Sprachförderung ist ein wichtiger Aufgabenbereich, der unerlässlich für das Gelingen von Integration ist. Kinder und Jugendliche sollten optimal gefördert werden, damit ihr Einstieg in das deutsche Bildungssystem so gut wie möglich gelingt.

Oberziel: Einstieg von Kinder und Jugendliche in das Bildungssystem sowie deren Eltern und beteiligte Institutionen optimal fördern

Themenbereiche zu denen Handlungsschritte erarbeitet werden, können sein: Einbeziehung der Eltern/ Elternbeteiligung, Fortbildung und Vernetzung von Fachkräften, Förderung von Seiteneinsteigern, Förderung der Mehrsprachigkeit, Einbindung von KiTas und Schulen, Gestaltung von Übergängen.

6 Bildung ab 16 Jahre UND Integration in Arbeit
Patrick Hundt (Jobcenter Kreis Recklinghausen) - Petra Giesler (Regionalagentur Emscher-Lippe) - Martin Trentmann (Schulungs- und Servicezentrum Vest GmbH) -Agiro Karmarianaki (Lotsin und Anerkennungsbegleiterin im Kreis Recklinghausen ) - Wolfgang Kräme

Wichtige Voraussetzung für eine Integration in Arbeit sind ausreichende Sprachkenntnisse. Das war ein Thema, was auf dem letzten Workshop breit diskutiert wurde.  Deshalb werden auf diesem Fachtag die Themen Bildung und Sprachförderung ab 16 Jahre und Integration in Arbeit zusammengelegt.

 

Oberziel: Förderung der Chancengleichheit beim Zugang zu Ausbildung, Arbeit und Studium

 

Teilziel 1: Verbesserung der Schulabschlüsse (z.B. auch durch die Übergangskonferenzen des KI)

-        durch Paten-, Lotsen-,  Mentoren/-innenprogramme

-        Informationsangebote für Eltern  optimieren/Elternbegleiterinnen

 

Teilziel 2: Ausbildungsmöglichkeiten für Neuzugewanderte (Bleibeperspektive)

-        Unternehmernetzwerke (vorhandene darstellen und neue gründen) Einbeziehung der Migrantenökonomie

 

Teilziel 3: Fachkräftemangel

-        Potential der Neuzugewanderten für fehlende Fachkräfte nutzen/ notwendige  Voraussetzungen/ Schritte?

-        Zusammenarbeit mit Unternehmen allgemein und bezogen auf den Punkt „Fachkräftemangel“

-        Welchen Beitrag kann eine Kommune zusammen  mit ansässigen Unternehmen zu dem Punkt „Integration in Arbeit von Neuzugewanderten“ leisten oder wie die Integration gezielt fördern?

 

Teilziel 4: Informationen zum Schul- und Ausbildungssystem anpassen –optimieren

-        Wo braucht es Begleitsysteme?

7 Gefühl und Verstand in Einklang bringen - Wie Integration gelingt
Karin Esch (HGQM und Prozessbegleitung "Willkommen bei Freunden")

Im Workshop erfahren Sie Methoden und Werkzeuge, wie Sie eine konsequente Ressourcenorientierung erreichen und ungewünschten Entwicklungen in der täglichen Arbeit mit anderen professionellen Akteuren, Ehrenamtlichen und Neuzugewanderten entgegen gewirkt werden kann. Dabei werden praktische Methoden vorgestellt und mit den Teilnehemer/-innen erarbeitet. Ein Fokus wird dabei darauf gelegt, wie negative Gefühle in eine konstruktiv gestaltende Kraft gewandelt werden können.

15:45 – 16:30 Uhr Berichte aus den Workshops