25.08.2018 - 26.08.2018 Trainingsseminar , Berlin

Prävention von islamistischen Extremismus in der sozialen und pädagogischen Arbeit mit (jungen) Geflüchteten

© DKJS, Fotograf Björn Bernat

In öffentlichen Debatten spielt die Sorge über eine mögliche Radikalisierung von (jungen) Geflüchteten eine wichtige Rolle. Zugleich zeigen aktuelle Zahlen, dass Geflüchtete im salafistischen Spektrum kaum vertreten sind. So finden sich beispielsweise unter den 850 Personen in Berlin, die dieser Szene vom Verfassungsschutz zugeordnet werden, nur 27, die in den vergangenen Jahren als Geflüchtete nach Deutschland kamen.

Zugleich gehören auch Geflüchtete zu den Zielgruppen salafistischer Anwerbung. Salafistinnen und Salafisten nutzen die oft schwierigen Lebensbedingungen sowie Orientierungs- und Perspektivlosigkeit, um für die salafistische Ideologie und Gemeinschaft zu werben. Mit ihren Angeboten füllen sie Lücken in der Versorgung, Unterstützung und Begleitung von Geflüchteten. Die Lebenssituation vieler (junger) Geflüchteter ist geprägt von einem unsicheren Aufenthaltsstatus, einer mangelnden Bildungs- und Berufsperspektive, wenigen sozialen Kontakten und alltäglichen Rassismuserfahrungen. In einer solchen Situation kann der Rückzug in eine rigide Glaubensgemeinschaft attraktiv erscheinen. Prävention bedeutet in diesem Kontext einerseits, sich mit islamistischer Radikalisierung auseinanderzusetzen und darüber aufzuklären und andererseits, die Lebenssituation von Geflüchteten in ihrer Komplexität wahrzunehmen, ihre Bedarfe und Interessen ernst zu nehmen und darauf mit adäquaten Angeboten zu antworten, damit extremistische Versprechungen unattraktiv bleiben.

Ziel

Ziel der Fortbildung ist es, für Hintergründe und Ausdrucksformen von Radikalisierungen zu sensibilisieren und die Teilnehmenden damit zugleich in die Lage zu versetzen, schwierige Situationen und eventuelle Konflikte sachlich und vorurteilsfrei einzuschätzen. Zudem werden konkrete Ansätze der Präventionsarbeit vorgestellt, mit denen Geflüchtete gegen extremistische Ansprachen gestärkt werden können. Dabei geht es auch darum, wie sich Fluchterfahrungen in der Präventionsarbeit aufgreifen lassen.

Organisatorisches

Die Veranstaltung findet an zwei Blöcken statt. Der erste findet am 25. August um 9 Uhr bis 26. August um 16 Uhr statt. der zweite Block beginnt am8. September um 9 Uhr und endet am 9. September um 16 Uhr. Bewerben können Sie sich bis zum 18. Juni.

Überblick

Datum

von Samstag, 25. August 2018
bis Sonntag, 26. August 2018

Veranstalter

Die Fortbildung wird durchgeführt von Mitarbeitenden von ufuq.de. Der Verein ist ein aner-kannter Träger der freien Jugendhilfe und seit 2007 in der politischen Bildung und Prävention zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus aktiv. Der Verein verfügt über lang-jährige Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Fortbildungen und Train-the-trainer-Seminaren im Bereich der Prävention von religiös-begründeten Orientierungen und bie-tet diese bundesweit für Vereine und Institutionen an.

Kontakt

Götz Nordbruch
goetz.nordbruch@ufuq.de

Kosten

Die Veranstaltung ist kostenfrei