Champions ohne Grenzen

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Berlin und Brandenburg

Champions ohne Grenzen

„Das Runde muss ins Eckige“. Jeder versteht sofort, was gemeint ist: Fußball. Ein Sport, der Menschen weltweit verbindet - so auch im Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg. Auf dem Sportplatz des Vereins FSV Hansa 07 treffen sich seit 2012 geflüchtete Kinder und Jugendliche zum gemeinsamen Training. Der Verein „Champions ohne Grenzen“ bietet den jungen Menschen jede Woche erneut die Möglichkeit Freundschaften zu schließen oder sich einfach mal auszupowern. Sprachbarrieren sind dabei unerheblich, denn Fußball ist universell verständlich.

Im April 2012 begann Champions ohne Grenzen seine ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit. Carolin Gaffron und Arne Sprengler initiierten das Projekt in Zusammenarbeit mit dem FSV Hansa 07. Zusammen mit anderen sportaffinen Menschen aus den Bereichen Sozialpädagogik, Sozialarbeit sowie Kultur- und Sozialwissenschaften engagieren sie sich gemeinsam gegen die soziale Ausgrenzung von Flüchtlingen in Berlin und Brandenburg. Der Ansatz ihrer Flüchtlingsarbeit lautet: Hilfe zur Selbsthilfe. Dazu zählen nicht nur das wöchentliche Training in verschiedenen Gruppen und Freundschaftsspiele am Wochenende, sondern auch kulturelle Freizeitangebote, gemeinsames Kochen sowie die Unterstützung bei Behördengängen.

Um dieses Netzwerk zu erweitern und die Bedingungen für geflüchtete Kinder und Jugendliche langfristig zu verbessern, organisierte Champions ohne Grenzen im Oktober 2014 den 1. Berliner Flüchtlings-Sport-Kongress in Zusammenarbeit mit Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus in Berlin. Die Ergebnisse der gemeinsamen Diskussion der mehr als 120 teilnehmenden Akteure wurden in der „Berliner Erklärung für geflüchtete Personen im Sport“ festgehalten.

Mittlerweile trainieren etwa 150 Kinder, Frauen und Männer mit Fluchtgeschichte bei Champions ohne Grenzen in Berlin. Das regt zur Nachahmung an. So kombinieren bereits andere Aktivisten u. a. in Leipzig, Frankfurt oder Stuttgart erfolgreich Flüchtlingsarbeit mit Fußball.

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