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Sachsen

Projekt ikonta – „interkultureller Kontaktkreis“

Ikonta, das bedeutet „interkultureller Kontaktkreis“. Was der Gründer, der Leipziger Verein Fairbund, hierunter versteht? Ganz persönlichen und individuellen Sprachunterricht für unbegleitete minderjährige Geflüchtete zwischen 14 und 18 Jahren und einen Ort, an dem das neu Erlernte direkt im Austausch mit einheimischen Jugendlichen angewendet werden kann.

Das Projekt Ikonta ist 2003 unter der Federführung des Leipziger Vereins Fairbund entstanden. Seit 1993 betreut der Verein Kinder, Jugendliche und Familien und sucht nach neuen Wegen, Krisen zu meistern und Perspektiven zu entwickeln. Seit 2003 übernimmt Fairbund Vereinsvormundschaften, auch für minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Deutschland eingereist sind.

Der Deutschunterricht von ikonta wird vorrangig von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten im Alter von 14-18 Jahren besucht. Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Libyen, Algerien, Pakistan oder dem Sudan. Viele von ihnen leben erst seit einigen Wochen, Monaten in Deutschland und sprechen kaum Deutsch. Die jungen Geflüchteten, die ohne Eltern nach Deutschland eingereist sind, werden in der Regel direkt von Vereinsvormündern betreut.

Grundsätzlich haben minderjährige Flüchtlinge Anspruch auf einen Platz in einer Vorbereitungsklasse, in der sie die deutsche Sprache lernen. Doch die Wartezeiten nehmen zu und die Klassen sind nicht auf Jugendliche eingestellt, die in ihrem Heimatland nie oder kaum die Schule besucht haben. Hier setzt ikonta an. Das Besondere am Sprachunterricht: Die individuelle Betreuung und die Unterrichtsinhalte, die ganz auf die Bedürfnisse der einzelnen Jugendlichen abgestimmt sind. In kleinen Gruppen oder sogar im Einzelunterricht lernen die Jugendlichen Deutsch. Ganz praktisches Vokabular für verschiedene Alltagssituationen steht dabei im Vordergrund. Jugendliche, die erstmals mit der deutschen Sprache in Kontakt kommen oder auch in ihrer Muttersprache kaum Lesen und Schreiben können, bekommen individuelle Förderung.

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