© Willkommen bei Freunden/Sandrino Donnhauser

Ländliche Räume als Orte der Integration junger Geflüchteter
Transferforum

Ländliche Räume als Orte der Integration junger Geflüchteter

Das Transferforum „Ländliche Räume als Orte der Integration junger Geflüchteter” fand am 29. November 2017 in der Kongresshalle Zoo in Leipzig statt. In Vorträgen und Workshops konnten sich die Teilnehmenden unter anderem darüber informieren, wie die Integration jungen Geflüchteten unter den Bedingungen ländlicher Räume ermöglicht werden kann.

Reportage vom Transferforum:
Ländliche Räume als Orte der Integration junger Geflüchteter

Integration bringt neue Aufgaben für die Kommunen

Die Integration junger Geflüchteter in ländlichen Räumen ist Herausforderung und Chance zugleich und ihr Gelingen hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Für die Akteure in ländlichen Kommunen bringt die Integration neue Aufgaben. Sie entwickeln Strategien für die Unterbringung, die Freizeitgestaltung, Arbeit und Ausbildung, Religionsausübung und die Arbeit der Verwaltung. Entlang dieser Themen tauschten sich die Teilnehmenden des vierten Transferforums von „Willkommen bei Freunden“ in der Leipziger Kongresshalle am Zoo einen ganzen Tag in Workshops und Diskussionsrunden aus.

Hier können Sie weiterlesen.

Maßnahmen für die gesamte Bevölkerung

Sera Choi vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar, waren sich einig, dass eine gute Integration geflüchteter Menschen ländliche Räume stärken kann und die damit verbundenen Maßnahmen für die gesamte Bevölkerung positive Aspekte hat. So sagte Sera Choi in ihren Grußworten zur Eröffnung des Transferforums: „Ich bin mir sicher, dass Integration nur gelingen kann, wenn deutlich wird, dass das, was wir für geflüchtete Menschen tun, keine Sonderbehandlung darstellt, sondern etwas ist, was der ganzen Bevölkerung zugutekommt. Das gilt nicht nur, aber insbesondere auch für die Integration in ländliche Räume.“ Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar zeigte dann in seiner Keynote Einblicke in die Praxis. Er hatte sich bereits Ende 2014 dafür ausgespro-chen, die Aufnahme von Geflüchteten in ländlichen Räumen zu verstärken: „Geflüchtete Menschen sind eine Chance für ländlichere Gebiete, auch aus egoistischen Gründen“. So leidet auch Goslar in Niedersachsen unter dem demographischen Wandel, weil immer mehr Menschen wegziehen. Zudem konnte Goslar die Geflüchteten dezentral unterbringen und auch genug Kita- und Schulplätze bereitstellen. Hier sieht er Großstädte an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Eine Einschränkung hat jedoch auch er: „Für eine erfolgreiche Integration ist eine kommunale Mindestgröße von Nöten. Ich brauche zum Beispiel einen guten Personennahverkehr, um zum Sprachkurs, zur Arbeit oder zur Ausbildung zu kommen.“

Unterschiedliche Ausgangslagen in den Regionen

In zwei Workshop-Phasen diskutierten die 200 Teilnehmenden gute Ideen und Beispiele aus der Praxis. Dabei wurde in vielen Bereichen deutlich, dass die Ausgangslage in den verschiedenen Regionen teilweise sehr unterschiedlich ist. Während zum Beipiel in einigen Kommunen muslimische Gemeinden schon seit Jahrzehnten aktiv sind, müssen in anderen Teilen die Gläubigen lange Wege in Kauf nehmen, um zu einer Moschee zu gelangen.
Im Themenraum „Orte der Religionsausübung für Musliminnen und Muslime“ ging es um die Rolle der kommunalen Verwaltung für die Religionsausübung vor Ort ebenso wie um die Verantwortung der Musliminnen und Muslime, das Zusammenleben zu gestalten. Medina Yilmaz, Mitarbeiterin im Büro der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge im Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz berichtete von ihrer Arbeit: „Moscheevereine sind oftmals für viele die erste Anlaufstelle für Beratung und Information. Daher ist es wichtig, dass die Informationen korrekt sind. Gerade in Fragen zum Asylrecht hat sich viel ver-ändert, was die Menschen, die in den Achtzigern und Neunzigern nach Deutschland kamen, nicht wissen. Wenn wir da richtig Beratung wollen, müssen wir auch dahin. Dann ist Religion nicht nur Privatsache.“ Diese Auffassung vertritt auch Erik Alm, Landeskoordinator des Demokratie-Zentrums Sachsen: „Kommunen sollten konstruktiv unterstützen, aber auch kritisch begleiten.“

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen die Mitarbeitenden in den Kommunen vor Ort stehen, nämlich Ansprechpartner in den Gemeinden zu finden, aber auch die Gründung neuer Glaubensgemeinden zu begleiten und die Balance zwischen Kontrolle und Loslassen zu finden. Die Diskussion ging auch in der gemeinsamen Mittagspause weiter. Eine Mitarbeiterin einer Brandenburger Kommune sagt: „Es tut gut, dass ich merke, dass ich mit den Problemen nicht alleine bin, auch andere haben ähnliche Herausforderungen.“ Und ihr Tischnachbar aus Hessen ergänzt: „Zudem ist es hilfreich, aus den Erfahrungen und Projekten zu lernen, die bereits in anderen Regionen stattgefunden haben.“

Zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete

Voneinander lernen und neue Ideen und Ansätze kennenlernen konnten auch die Teilnehmenden des Workshops „Die Migrationsagentur: alle kommunalen Angebote aus einer Hand“. Ulrike Reichert, Integrationskoordinatorin des Burgenlandkreises in Sachsen-Anhalt stellte die Agentur vor. Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle für alle Bedürfnisse, mit denen sich Migrantinnen und Migranten an die Verwaltung richten, zu schaffen. Dadurch sollen auch die Übergänge in den verschiedenen Phasen des Ankommens gesichert werden. Zudem ermöglicht die Migrationsagentur, dass alle Mitarbeitende unter einem Dach sitzen. Die Vernetzung über Einheiten hinweg und das gemeinsame Arbeiten an Prozessen erleichtert das Arbeiten und die Koordinierung. Unterstützt wurde der Landkreis von Dominik Benke von Ramboll Management Consulting. Er wies noch einmal auf einen Faktor hin, der für ein Gelingen entscheidend ist: „Die politische Führung ist ein wichtiger Akteur für die Umsetzung des Prozesses.“
Andere Beispiele für Vernetzung und Kooperationen brachten die Teilnehmenden mit in die Diskussion. So gibt es in Erlangen, Bayern, bereits mehrjährige Erfahrungen auf Verwaltungsebenen: „In Steuerungsrunden, Arbeitsgemeinschaften und anderen Formaten haben wir Schnittstellen geschaffen, um ämter- und rechtskreisübergreifend zu arbeiten“, erzählt eine Teilnehmerin. Alle waren sich einig, dass der übergeordnete Austausch die Arbeit vor Ort extrem erleichtert.

Stärken der ländlichen Räume

Zum Abschluss diskutierte Timon Perabo, Leiter des Servicebüros Magdeburg von „Willkommen bei Freunden“, die Ergebnisse der Workshops mit Petra Köpping, der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Zunächst unterstrich sie die Vorteile der ländlichen Räume: „Direkter Kontakt und Betreuung ist in ländlichen Räumen viel leichter zu gewährleisten. Auch die Unterbringung in Wohnungen anstatt in Unterkünften ist ein weiteres Plus.“ Wie Sera Choi und Oliver Junk am Vormittag wies sie aber auch noch einmal darauf hin, dass die Integration Geflüchteter in ländlichen Räumen nur gelingen kann, wenn die Stärkung der ländlichen Räume insgesamt gewährleistet ist: „Kleinere Orte dürfen nicht von Infrastrukturmaßnahmen abgehängt werden.“ So unterschiedlich die ländlichen Räume sind, dies gilt für alle gleichermaßen.

Dokumentation und Thesenpapier zum 4. Transferforum

Das Transferforum „Ländliche Räume als Orte der Integration junger Geflüchteter” fand am 29.
November 2017 in der Kongresshalle Zoo in Leipzig statt. In Vorträgen und Workshops
konnten sich die Teilnehmenden unter anderem darüber informieren, wie die Integration jungen
Geflüchteten unter den Bedingungen ländlicher Räume ermöglicht werden kann. Zudem
erhielten sie Einblicke in Beispiele aus der Praxis.

Thesenpapier zum 4. Transferforum

In fünf verschiedenen Themenräumen diskutierten die Teilnehmenden des vierten Transferforums in zwei Workshop-Phasen zu unterschiedlichen Themen. Als Ergebnis der Workshops wurden Thesen formuliert, welche zum Abschluss auf dem Podium mit Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, diskutiert wurden.

Thesenpapier zum 4. Transferforum PDF, 367KB

Themenraum: Wohnen in ländlichen Räumen

Arbeitsphase I: Bedarfe und Herausforderungen intelligenter Wohnkonzepte

Eine gute Integration braucht Wohnorte, an denen sich Menschen mit Fluchtgeschichte sicher, wohl und angenommen fühlen. Der Wohnort sollte Geflüchteten den Zugang zu Angeboten der Kommune, die Anbindung an kommunale Unterstützernetzwerke sowie nachbarschaftliche Begegnungen ermöglichen. In der ersten Arbeitsphase des Themenraums „Wohnen in ländlichen Räumen“ stellte Diana Meschter vom Thünen-Institut ihre Forschungsergebnisse zur Wohnsituation von Geflüchteten vor. Anschließend entwickelten die Teilnehmenden in Kleingruppen Ideen, wie kommunale Akteure erfolgreiche Integrationsprozesse durch intelligente Wohnkonzepte befördern können.

Referierende:

  • Diana Meschter, Institut für Ländliche Räume, Thünen-Institut


Moderation:

  • Jakob Lanman, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro Magdeburg im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


Um Menschen mit Fluchterfahrung eine gute Integration in ländliche Räume ermöglichen zu können, bedarf es der Entwicklung eines kommunalen Wohnkonzeptes. Eine Herausforderung dabei besteht oft in der Heterogenität zwischen und innerhalb von Landkreisen und Kommunen. Sie unterscheiden sich in ihrer sozioökonomischen Lage (zum Beispiel: Wohnungsleerstand oder Arbeitslosenquote) sowie ihrer Ländlichkeit (zum Beispiel: Erreichbarkeit der Oberzentren oder Siedlungsdichte).

Diana Meschter vom Thünen-Institut stellte in der ersten Arbeitsphase des Themenraumes Wohnen ihre Studie „Neue Nachbarn? Wohnen als wichtiger Aspekt für Teilhabe in ländlichen Räumen“ vor. Am Fallbeispiel Burgenlandkreis erläuterte sie, welche Auswirkungen dies für die Integration geflüchteter Personen haben kann. Sie nannte als zentrale Herausforderungen die Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, Ämtern, Bildungseinrichtungen oder Ärzten, die Verfügbarkeit von Freizeitaktivitäten sowie das soziale Umfeld. Eine große Bedeutung hat demnach der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), der in Mittelzentren im Vergleich zu Unterzentren eher besser ausgebaut ist: Sind Mittelzentren daher als Wohnorte besser geeignet?

Während der Diskussion in der Arbeitsphase wurde darauf hingewiesen, dass passender Wohnraum an vielen Orten knapp ist. Zudem stelle die Mietpreisentwicklung ein zusätzliches Hindernis dafür darstellt, dass Personen sich (langfristig) niederlassen – ob zugewandert oder nicht. Außerdem sollte der Segregationstendenz, die durch die unterschiedliche Behandlung von geflüchteten und nicht geflüchteten Menschen steht, entgegengewirkt werden. Die Teilnehmenden berichteten von ihren Versuchen, private Vermieter für die Vermietung an Geflüchtete zu gewinnen – als ein möglicher Ansatz. Letztlich handelt es sich jedoch auch um eine politische Frage zur allgemeinen Aufwertung und besseren Vernetzung von ländlichen Räumen für alle. Die These, die in dieser Arbeitsphase aufgestellt wurde, war entsprechend: „Die Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen kann nur so gut gelingen, wie die Entwicklung ländlicher Räume insgesamt gewährleistet wird.“

Arbeitsphase II: Gemeinschaftliches Wohnen von Geflüchteten und Einheimischen

In der zweiten Arbeitsphase des Themenraums „Wohnen in ländlichen Räumen“ stellte sich das Projekt „Hoffnungshaus Leonberg“ vor. Das Hoffnungshaus ist eine innovative und ganzheitliche Lösung für gelebte Integration. Geflüchtete und nicht geflüchtete Menschen leben gemeinsam unter einem Dach und machen aus diesem Ort eine offene Begegnungsstätte, die mit ihren Angeboten in den Sozialraum hineinwirkt. Im Anschluss an die Projektvorstellung erarbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen, was es für ein gemeinschaftliches Wohnkonzept in ihren Kommunen braucht.

Referierende:

  • Anita Lechler, Referentin der Stiftung Hoffnungsträger
  • Kinan Aljannan, Bewohner des Hoffnungshauses Leonberg


Moderation:

  • Andreas Görres, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro München im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


„Das Zusammenleben von Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten in integrativen Wohnformen führt zu neuen Sichtweisen auf- und Erfahrungen miteinander. Dies hat nicht nur einen Effekt auf das Zusammenleben in einem Wohnprojekt, sondern gibt wichtige Impulse für ein vielfältiges Miteinander in der Nachbarschaft und der Kommune.“ Dies war die These der zweiten Arbeitsphase im Themenraum Wohnen, in dem es um gemeinschaftliches Wohnen von geflüchteten und nicht geflüchteten Menschen ging.

Als Beispielprojekt für integratives Wohnen wurde das Hoffnungshaus Leonberg der Hoffnungsträger Stiftung von Anita Lechler und Kinan Aljannan vorgestellt. Das Hoffnungshaus Leonberg ist eines von sechs Hoffnungshäusern im Großraum Stuttgart. Es handelt sich um einen temporären Wohnraum für volljährige Personen und Familien mit und ohne Fluchterfahrung. Das Konzept basiert darauf, dass integratives, auf Freiwilligkeit und gegenseitiger Verantwortung basierendes Wohnen mit sozialarbeiterischer Betreuung (zum Beispiel Empowerment und Partizipation) und Beratung (zum Beispiel Informationen zu Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten) sowie Sprachbildung und Einbindung in ehrenamtliche und gesellschaftliche Strukturen vereint wird. Zudem werden Freizeitangebote von und mit Bewohnern sowie Anwohnern aus der Region angeboten (zum Beispiel ein Event für Freitagabende mit Mottos aus unterschiedlichen Ländern) – das Wohnprojekt wirkt so als ein Ort der Vielfalt in den Sozialraum hinein.

In der Diskussion im Anschluss kam vermehrt die Frage nach der Zielgruppe für die Hoffnungshäuser auf und wie Personen ausgewählt werden beziehungsweise welche Faktoren für sie mitspielen, um sich für die temporäre Wohnform zu entscheiden. Laut der Inputgebenden erfolgt die Auswahl der Personen durch ein persönliches Kennenlernen der Interessenten. Einzelpersonen und Familien müssten außerdem die Bereitschaft mitbringen, zu lernen und sich auf andere Personen einzulassen sowie ein gewisses Engagement für die Gemeinschaft aufzubringen. Im Anschluss entwickelten die Teilnehmenden Ideen, wie Projekte, wie das Hoffnungshaus, in eine Selbstverwaltung der Bewohnerinnen und Bewohner übergehen könnte und wie das Konzept auf andere Bundesländer und Kommunen übertragen werden könnte.

Präsentation von Anita Lechler und Kinan Aljannan PDF, 2,03MB

Themenraum: Gute Verwaltung für zukünftige Integration

Arbeitsphase I: Integration als Teil der Stadt- und Regionalentwicklung

Der Zuzug von Geflüchteten hat die kommunale Verwaltung in den letzten Jahren vor viele neue Aufgaben gestellt. Im Zuge dessen entwickelten sich innovative Strategien und Projektvorhaben. In Saalfeld entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und der IBA Thüringen GmbH das Projekt „Zwischenraum zum Ankommen Saalfeld“. Auf dem Gelände einer alten Kaserne – zwischen Flüchtlingsunterkunft und Wohngebäuden – hat sich ein Netzwerk aus Bewohnerinnen und Bewohnern zusammen mit anderen Aktiven vorgenommen, im Selbstbau neuartige Werk- und Freiräume zu schaffen. Die Brache soll neue Perspektiven und Handlungsoptionen für die alten und neuen Nachbarn, aber auch die Kreativen aus der Region eröffnen.

Referierende:

  • Hanka Giller, Leiterin des Amts für Jugendarbeit/Sport/Soziales der Stadt Saalfeld
  • Dr. Bertram Schiffers, Projektleiter, Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH
  • Junge Teilnehmende des Projekts „Zwischenraum zum Ankommen in der Stadt Saalfeld“


Moderation:

  • Sophie Etzkorn, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro Frankfurt im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


Im Rahmen des Projektes „Zwischenraum zum Ankommen in der Stadt Saalfeld“ wurde ein partizipativ gestalteter Begegnungsort im Quartier geschaffen. Ausgangspunkt war ein Wettbewerb, bei dem inklusive Teilhabmöglichkeiten sowie Wohlfühlmöglichkeiten für Alle im Fokus standen. Hieran schloss ein breiter Partizipationsprozess an, um Visionen für das Quartier zu entwickeln. Ergebnis einer Projektberatung war das präsentierte Projekt, dessen Kernelement das „Werkhaus“ darstellt. Dieses wurde in einer zweijährigen Experimentierphase im Selbstbau auf nicht genutztem Gewerbegebiet errichtet und bringt verschiedene Angebote und Akteure zusammen: Werkstätten, Quartiersküche, Verkaufseinrichtungen, Freiwilligenarbeit, lokale Ökonomie und Quartiersmanagerinnen und -manager.

Ein wichtiges Element des Projektes stellt die Einbindung von Kindern und Eltern in die Planung dar. Ein Lehmofen konnte beispielsweise trotz bürokratischer Hürden, wie Brandschutz/Lebensmittelkontrolle, realisiert werden und wurde von den Frauen selbst koordiniert. Zudem wird eine Jugendmoderatorausbildung angeboten. Die zugrundeliegende Idee ist die des Empowerments und der Blick darauf, dass Jeder Potentiale und Fähigkeiten besitzt. Zentral ist hierbei, auch schnelle direkte Möglichkeiten des Aktivwerdens zu schaffen und somit Erfahrungen des Ankommens und der persönlichen Anerkennung – fernab von hindernden Formalia.
Neben den Erfolgen des Projektes benannten die Referierenden auch Frustrationen im Prozess, mangelnde Dauerhaftigkeit sowie das Spannungsfeld zwischen „Kontrolle vs. Partizipation und Teilhabe“ als Herausforderungen des experimentellen und partizipativen Projektes. Die Referierenden verwiesen auf die Bedeutung, die Leitungsebene (Heimleitung, Stadtplanung) mit einzubeziehen. Bezüglich der Frage nach einer gelungenen Kommunikation mit dem Landkreis und der Rechtsaufsicht wurde den Teilnehmenden der Tipp mit auf den Weg gegeben, dass hier Schirmherrschaften sehr hilfreich seien.

In Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Projektes, betonten die Referierenden, dass es das Ziel sei, zunächst zu Experimentieren und das Gelernte nachher in dauerhafte Regeln und Strukturen zu übertragen. Für die Verstetigung des Projektes und die Netzwerkbildung besteht eine Herausforderung darin, eine Trägerschaft für das Haus zu finden. Ein aktives und gut vernetztes Bildungszentrum des Landkreises könnte beispielsweise einen dauerhaften Rahmen schaffen und andere Akteure mitnehmen.

Für die Teilnehmenden war insbesondere die Herausforderung des Zusammenkommens von neuzugewanderten Kindern und Kindern, die in Deutschland aufgewachsen sind, zentral. Zudem kam die Frage auf, wie auch dezentral verteilte Jugendliche erreicht werden könnten. Die Referierenden betonten, dass hier eine andere Kommunikationsstrategie notwendig sei und nicht nur für ausländische Kinder Angebote geschaffen werden sollten. Um den Zugang zu verschiedenen Zielgruppen zu erreichen, betonten die Referierenden, dass eine direkte Ansprache und mehrfaches Aufsuchen bedeutend seien. Die mobile Jugendarbeit sowie Stadtteilmütter seien hierbei zentrale unterstützende Akteure.

Auf Nachfrage zu dem politischen Willen, der eine Hürde für ein solches Projekt darstellen kann, betonten die Referierenden die Bedeutung des Kinder- und Jugendlichenausschusses, der Forderungen an Stadtverwaltung/Stadtrat heranträgt und in diesem Sinne unterstützend wirken kann. Für den Umgang mit rechtlichen/administrativen Hürden sei das Format eines „Kunstprojektes“ hilfreich. 

Arbeitsphase II: Die Migrationsagentur: alle kommunalen Angebote aus einer Hand

Um die verwalterischen Aufgaben der Migration und Integration zukünftig besser zu gestalten, erarbeiteten Kommunen Konzepte, die den Zugang von Geflüchteten zu den kommunalen Angeboten vereinfachen. Im Burgenlandkreis wurde hierfür eine Migrationsagentur als kommunales Aushängeschild für Migrantinnen und Migranten gegründet. Für alle Bedürfnisse, mit denen sie sich an die Verwaltung richten, gibt es zukünftig die Migrationsagentur als zentrale Anlaufstelle. Vertretende aus dem Burgenlandkreis präsentierten das Konzept und den Prozess zu einer kommunalen Migrationsagentur. Anschließend wurde in Kleingruppen diskutiert: Wie schaffen wir zugängliche Verwaltungsstrukturen für Neuzugewanderte?

Referierende:

  • Ulrike Reichert, Integrationskoordinatorin Burgenlandkreis
  • Dominik Benke, Ramboll Management Consulting


Moderation:

  • Kathrin Hanke, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro Köln im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


Die Idee der Migrationsagentur ist es, eine ämterübergreifende Zusammenarbeit und einheitliche Strukturen zu schaffen, so dass alle zuständigen Ämter Hand in Hand arbeiten und Integration als Querschnittsaufgabe betrachtet wird. Das Projekt startete im August 2017. Ziel ist es, rechtskreisübergreifend an den Fragen und Bedürfnissen der einzelnen Migrantinnen und Migranten anzusetzen. Die Migrationsagentur bringt Akteure unter einem Dach beziehungsweise in einem Haus zusammen (unter anderem IAA, Jugendamt, Jobcenter, Wirtschaftsamt Amt für Bildung und Forum Ehrenamt) und ermöglicht einen nahen Austausch sowie kurze Wege. Der geplante, offene Empfangsraum und aufeinander abgestimmte Sprechstunden spiegeln diesen Ansatz wider. Darüber hinaus schafft die Migrationsagentur den Rahmen für einen Annäherungsprozess über unterschiedliche Haltungen hinweg, indem beispielsweise Verwaltung auf Praxis trifft (Ausländerbehörde/Sozialerbeiterinnen und Sozialarbeiter), und ermöglicht auch das Prozesslernen untereinander (zum Beispiel: Ausländerbehörde lernt von Jobcenter und passt eigene Prozesse an). Zur strategischen Steuerung der Zusammenarbeit bedürfe es aber auch einer zentralen, richtungsgebenden Person.

Trotz der Vorteile der Bündelung von Angeboten und Aufgaben, hoben die Referierenden zentrale Herausforderung des Projektes hervor. Dabei gilt es, unterschiedliche Auffassungen zu überwinden und zu erkennen, dass ähnliche Aufgaben in unterschiedlichen Themenfeldern geleistet werden. Wichtig ist hierbei, das eigene Aufgabenportfolio zu kennen. Ein Praxistipp, den die Referierenden hierbei mit auf den Weg geben konnten, besteht darin, Schnittstellenworkshops durchzuführen. Zudem betonten die Referierenden, dass Prozesskoordination zunächst gelernt werden müsse (zum Beispiel durch Lenkungskreise, AGs, fallübergreifendes Management und externe Fallbegleitung). Zentrale Faktoren, die für das Gelingen notwendig sind, stellen zudem die Unterstützung der politischen Führung sowie eine externe Begleitung dar. Die externe Begleitung spiele insbesondere bei der Vermittlung von Konflikten eine zentrale Rolle. Denn es sei ebenfalls von Bedeutung, dass es sich nicht um einen von oben diktierten, sondern einen gemeinsam getragenen, Prozess handle. Bedeutend sei es auch, bestehende Projekte zu nutzen (zum Beispiel: Willkommen bei Freunden, Auslandsgesellschaft, Coachings).

Eine Vision besteht in einem prozessorientierten übergreifenden (digitalen) Zusammenarbeiten. Hierfür soll eine zentrale Datenbank (Erweiterung des Ausländerzentralregisters um weitere Integrationsdaten) mit den Integrations- oder Migrationsbiografien der Migrantinnen und Migranten sowie unter unterschiedlichen Zugriffsrechten genutzt werden. Herausforderungen bestehen zum einen im Datenschutz sowie in den Betreuungsschlüsseln, da Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter Informationen einpflegen müssten. Ein idealtypischer Ablauf im Sinne des Konzeptes der Migrationsagentur sähe dann folgendermaßen aus: Hausbesuche bei allen Migrantinnen und Migranten, Erfassen der Biografie, Besuch der Migrationsagentur, anhand der Biografie wird Integrationsstrategie entwickelt, diese wird digitalisiert und jede Person hat (teilweise) Zugriff auf diese.

Essentielle Fragen, die divers diskutiert wurden und auf die zunächst keine abschließende Antwort gefunden werden konnte, waren Folgende: Wann ist die Integration eines Menschen soweit fortgeschritten, dass sie nicht mehr von der Migrationsagentur betreut werden (muss)? Wie lange ist ein „Migrant“ ein „Migrant“? Wie definiert man Integration? Braucht es hier eine gewisse Standardisierung/Kriterien? Wie können wir umgehen mit der Gefahr der Separation durch das Format der Migrationsagentur? Wie müsste die Verwaltung der Zukunft aussehen und ausgestattet sein, um den Bedarfen verschiedener Personengruppen (mit oder ohne Migrationserfahrung) gerecht werden zu können?

Präsentation von Ulrike Reichert und Dominik Benke PDF, 1,38MB
Wie wird aus einer Brache Neuland? Film zum Beitrag von Dr. Bertram Schiffers, Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH

Themenraum: Gemeinsames Handeln für zukünftige Fachkräfte

Arbeitsphase I: Junge Geflüchtete und Unternehmen im Gespräch

Viele junge Menschen mit Fluchtgeschichte zieht es eher in die Städte, wo sie mehr Chancen vermuten. Gleichzeitig fehlt es vielen Unternehmen außerhalb der Ballungsräume an Erfahrung mit der Einstellung von jungen Geflüchteten. In der ersten Arbeitsphase des Themenraums „Gemeinsames Handeln für zukünftige Fachkräfte“ kamen beide ins Gespräch. Junge Geflüchtete berichteten von ihrer Ausbildung im ländlichen Raum: Wie haben sie ihren Ausbildungsplatz gefunden? Worin bestehen ihre täglichen Herausforderungen? Und wie sehen ihre Zukunftsperspektiven aus? Im Anschluss erzählten der Geschäftsführer Florian Fritz, Geschäftsführer eines mittelständischen verarbeitenden Unternehmens, und Margaux Steiger, Leiterin zweier 4-Sterne-Hotels, über ihre Erfahrungen, die sie in der Oberlausitz und der Sächsischen Schweiz in der Ausbildung von jungen Menschen mit Fluchtgeschichte gemacht haben. Beide bilden junge Geflüchtete ohne Schulabschluss und ohne Aufenthaltstitel aus. Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ berichtete von weiteren Erfahrungen, die bundesweit gemacht wurden.

Referierende:

  • Florian Fritz, Geschäftsführer der Johnson Drehtechnik GmbH Zittau
  • Max Klasen, Projektreferent Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge
  • Ali Rezayi, Marcel Attinsoussi, Feras Alali, Rama Alboush, Auszubildende
  • Margaux Steiger, Hotelleiterin Aparthotel Steiger und Hotel Steiger Sebnitzer Hof


Moderation:

  • Kristin Pröger, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro Magdeburg im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


Die berufliche Integration bringt nicht nur für junge Geflüchtete, sondern auch für Unternehmen sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Für junge Geflüchtete ist der Beginn eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses ein wichtiger Schritt, um im Alltag anzukommen und langfristige Perspektiven aufzubauen. Für Unternehmen bietet sich angesichts des Fachkräftemangels die Möglichkeit, junge Talente für sich zu gewinnen.

Im ländlichen Raum haben zahlreiche Unternehmen Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen, da viele junge Menschen das Stadtleben bevorzugen. Daher ist es wichtig, die Standortattraktivität ländlicher Räume zu verbessern, indem bereits vorhandene Vorteile, zum Beispiel niedrige Mietpreise und vakante Ausbildungsstellen, beworben und Angebote für junge Menschen ausgebaut werden. Für die Einstellung von Auszubildenden sind persönliche Begegnungen (auch durch Praktika) entscheidend. Von zentraler Bedeutung sind in ländlichen Räumen auch gute Verkehrsanbindungen, um die Mobilität junger Menschen, auch dann, wenn sie kein Auto haben, zu ermöglichen. Es ist allerdings nicht nur wichtig, die Attraktivität ländlicher Räume, sondern auch die Attraktivität von Berufsausbildungen zu verbessern, um das Interesse junger Menschen zu wecken.

Viele Unternehmen sind sehr zufrieden mit jungen Geflüchteten, die eine Berufsausbildung bei ihnen absolvieren. Schwierigkeiten ergeben sich häufig eher in der Berufsschule als im Ausbildungsbetrieb. Um junge Geflüchtete auf eine Berufsausbildung vorzubereiten, ist es wichtig, dass sie frühzeitig entsprechende Sprachkenntnisse und nötige Allgemeinbildung erlangen, falls diese noch nicht vorhanden sind. Neben der allgemeinbildenden Schule bieten berufsvorbereitende Maßnahmen wie die Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit dazu. Auch während der Ausbildung können junge Geflüchtete durch ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützt werden. Darüber hinaus wurde in der Diskussion die Bedeutung persönlicher Begleitung (von ehrenamtlichen Paten) hervorgehoben.

Darüber hinaus erschwert der aufenthaltsrechtliche Status, insbesondere im Falle einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung, den Beginn eines Ausbildungsverhältnisses, da die rechtlichen und bürokratischen Hürden für eine Arbeitserlaubnis oftmals sehr hoch sind. Selbst wenn eine Arbeitserlaubnis vorhanden ist, können weder Geflüchtete noch Unternehmen ganz sicher sein, dass die Berufsausbildung bis zum Ende durchgeführt werden kann, vor allem dann, wenn sich der aufenthaltsrechtliche Status, etwa bei Erreichen der Volljährigkeit, noch einmal verändert. Zudem ist der Zugang zu vielen berufsvorbereitenden und ausbildungsbegleitenden Angeboten vom Aufenthaltsstatus abhängig. Hier können Unternehmen beispielsweise auf die Expertise vom Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge zugreifen.

Neben Sprachkenntnissen, fachlichen Qualifikationen und aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen stellen Rassismus und Diskriminierung besonders schwerwiegende Probleme dar. Auch, wenn die Akzeptanz und Hilfsbereitschaft insgesamt sehr groß ist, müssen sich sowohl Geflüchtete als auch Unternehmen, die Geflüchtete anstellen, gegen Anfeindungen aus ihrem Umfeld behaupten. Hinzu kommt strukturelle Diskriminierung, die sich durch viele Lebensbereiche junger Geflüchteter erstreckt.

Zur Entlastung von Geflüchteten und Unternehmen sind kommunale Gesamtkonzepte für die berufliche Integration von Geflüchteten sinnvoll. Jobcenter, Arbeitsagenturen, Ausländerbehörden, Schul- und Jugendämter sollten gemeinsam mit Unternehmen und Geflüchteten Wege finden, um die Anbahnung und Durchführung eines Ausbildungsverhältnisses zu erleichtern. Neben dem Abbau struktureller Diskriminierung und bürokratischer Hürden werden lokale Angebote und Anlaufstellen, die niedrigschwellige Unterstützung bieten, als hilfreich empfunden.

Arbeitsphase II: Unterstützungsstrukturen für den Übergang in Ausbildung oder Beruf

Wie können Landkreise junge neuzugewanderte Menschen systematisch in Ausbildung bringen? Wie kann berücksichtigt werden, dass sie neben ihrer Ausbildung Sprachkurse und andere Angebote aufsuchen – und dabei häufig auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind? Und wie werden Berufsfelder interessant, die in ländlichen Räumen häufiger vorkommen als in der Stadt? Damit junge Geflüchtete und Unternehmen in ländlichen Räumen zueinander finden, braucht es gute unterstützende Strukturen, ein integriertes Vorgehen der Arbeitsverwaltung sowie eine Berufsorientierung, die auch ländliche Berufe in den Blick nimmt. Wie Landkreise den Übergang von der Schule in den Beruf für alle Seiten bestmöglich gestalten können, wird anhand zweier Beispiele im Themenraum beleuchtet. Anschließend diskutieren die Teilnehmenden in Kleingruppen.

Referierende:

  • Elisabeth Poul, Verein Be-Greifen
  • Viktoria Behnisch, Verein Be-Greifen
  • Inka Ludwig, Integrationskoordinatorin Altmarkkreis Salzwedel
  • Jutta Morr, Leiterin der Koordinierungsstelle Regionales Übergangsmanagement Altmarkkreis Salzwedel


Moderation:

  • Jolita Rolf, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro Hamburg im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


Zunächst stellte Viktoria Behnisch vom Verein Be-Greifen e.V. das Projekt „Fremde werden Freunde – Leben auf dem Land – im Landkreis Mittelsachsen“ vor. In dem Projekt unternehmen unbegleitete Minderjährige aus dem Landkreis Mittelsachsen Exkursionen, um ihr Interesse für landwirtschaftliche Berufe zu wecken. Viele von ihnen haben bereits Erfahrung im landwirtschaftlichen Bereich, da sie selbst aus ländlichen Regionen kommen, und bringen daher wichtige Potenziale für die landwirtschaftliche Arbeit mit. Allerdings ist es wichtig, junge Geflüchtete nach ihren Wünschen und Bedürfnissen zu fragen, und nicht zu einer beruflichen Laufbahn zu drängen, die sie nicht befürworten. Eine besondere Herausforderung besteht in der Komplexität des deutschen Schulsystems, das die Eingliederung junger Geflüchteter auf Grund von fehlender Zertifizierung oder fehlender Sprachkenntnisse in vielen Fällen erschwert. Hier ist es wichtig, auf regionaler Ebene flexible Wege zu finden, um junge Geflüchtete angemessen in das Bildungssystem zu integrieren. Engagierte Personen und eine gute Netzwerkarbeit sind dabei essentiell, um junge Geflüchtete in Bildung und Beruf zu bringen. Trotz niedriger Löhne ermöglichen Praktika und Hilfsjobs vielen Geflüchteten den Einstieg in die Berufswelt. Die Einstiegsqualifizierung stellt eine besonders geeignete Maßnahme dar, um junge Geflüchtete auf eine Berufsausbildung vorzubereiten und sprachliche und fachliche Defizite abzubauen.Das Projekt „Fremde werden Freunde – Leben auf dem Land – im Landkreis Mittelsachsen“ holt junge Geflüchtete aus ihrem Alltagstrott und eröffnet ihnen neue berufliche Perspektiven im ländlichen Raum Mittelsachsens.

Danach stellten Inka Ludwig und Jutta Morr das „Regionale Übergangsmanagement (RÜMSA)“ vor. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration in Sachsen-Anhalt, das der Gestaltung einer transparenten und dauerhaften Kooperations- und Unterstützungsstruktur für Jugendliche am Übergang Schule-Beruf dient. Am Beispiel Altmarkkreis Salzwedel wurde dargestellt, wie ein ganzheitliches Übergangskonzept auf regionaler Ebene aussehen kann. Wichtige Komponenten des Übergangsmanagements sind die Abstimmung von Leistungen insbesondere nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), SGB III und SGB VIII, die systematische Einbeziehung weiterer Unterstützungsangebote und die Kooperation mit Schulen: „Zusammenarbeit am Übergang Schule-Beruf bedeutet, dass Jugendamt, Arbeitsagentur, Jobcenter und andere Akteure, insbesondere die allgemeinbildenden Schulen, ihre Angebote stärker koordinieren, aufeinander abstimmen und gemeinsame Beratungskonzepte erarbeiten“. Darüber hinaus wurden die zwei Maßnahmen „Berufsvorbereitung für junge Migrantinnen und Migranten“ (BVM) und „EQ ++“ (EQ steht für Einstiegsqualifizierung) vorgestellt, die dazu dienen, junge Geflüchtete auf eine Berufsausbildung vorzubereiten (für weitere Details siehe Präsentation).

In der darauffolgenden Kleingruppenphase wurden die Inhalte der beiden Vorträge diskutiert. Viele der Teilnehmenden waren der Meinung, dass eine ressortübergreifende Zusammenarbeit, in der eine Institution die Gesamtkoordination übernimmt, unerlässlich ist, um ein ganzheitliches Übergangsmanagement zu schaffen. Darüber hinaus wird eine intensive und niedrigschwellige Betreuung von Geflüchteten zum Beispiel durch Arbeitsmarktmentoren und die stärkere Miteinbeziehung ehrenamtlicher Helfer befürwortet, um den Übergang von jungen Geflüchteten in Ausbildung und Beruf im ländlichen Raum zu verbessern.

Präsentation von Inka Ludwig und Jutta Morr PDF, 0,98MB

Themenraum: Islam in ländlichen Räumen

Arbeitsphase I: Orte der Religionsausübung für Musliminnen und Muslime

In einigen ländlichen Regionen Deutschlands lebt in den letzten Jahren erstmals eine relevante Zahl an Musliminnen und Muslimen. Sie möchten vor Ort ihre Religion ausüben und bemühen sich um einen Raum für Zusammenkunft und Gebet. Dadurch entstehen neue Herausforderungen für die Kommunen. Die Kernfrage „Orte zur Religionsausübung schaffen – eine kommunale Aufgabe oder Privatsache?“ wurde in einem Salongespräch aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert. Dabei ging es um die Rolle der kommunalen Verwaltung für die Religionsausübung vor Ort ebenso wie um die Verantwortung der Musliminnen und Muslime, das Zusammenleben zu gestalten.

Referierende:

  • Medine Yilmaz, Büro der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge im Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz und weitere Gäste
  • Erik Alm, Landeskoordinator des Demokratie-Zentrums Sachsen, berät in der sächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) zum Thema islamistische Radikalisierung


Moderation:

  • Marion Nagel, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro Magdeburg im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


Im Themenraum Religion wurde am Vormittag diskutiert, ob Religion Privatsache oder die Verwirklichung von Strukturen zur Ausübung von Religion eine kommunale Aufgabe ist.
Dabei wurde schnell deutlich, dass die religiöse Zugehörigkeit und Überzeugung die eigene Identität vieler Menschen prägt und große Auswirkungen auf das Selbstbild hat.

So betonte die Referentin Medine Yilmaz aus dem Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, die wichtige Rolle, welche die Ausübung von Religion für Muslime im Alltag spielt. Dabei sei nicht nur das gemeinsame Beten an Feiertagen und während des Freitagsgebetes essentiell. Moscheevereine seien auch Orte der Begegnung, des Austausches, der Freizeitgestaltung sowie der Information und Unterstützung für geflüchtete Menschen.
Erik Alm aus der sächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) des Demokratie-Zentrums Sachsen führte aus, dass radikale muslimische Strömungen gerade dann in das Vakuum stoßen, wenn sich muslimische Gemeinden in Kommunen bisher nicht organisieren und als Begegnungsorte etablieren konnten.

Als Empfehlung für ländliche Kommunen wurde herausgearbeitet, die Etablierung von muslimischen Gemeinschaften und die Gründung von Gebetsräumen zu unterstützen und mitzugestalten, da Kommunen auf diese Weise ihre Anliegen einbringen und mitdiskutieren können. Dafür kann auch immer die Fachkenntnis und Unterstützung von Beratungsstellen eingeholt werden. Zudem wurde von den Teilnehmenden des Themenraumes der Vorschlag begrüßt, die Gründung von Ausländerräten als Form der Struktur der Organisation von Migrantinnen und Migranten zu unterstützen.

Als Beispiel der Ausübung religiöser Traditionen wurde im Themenraum ausgiebig über die muslimische Bestattung und die Gründung muslimischer Gräberfelder auf Friedhöfen gesprochen. Yilmaz gab den Tipp, in solchen Verhandlungen muslimische und christliche Fürsprecher sowie Wohlfahrtsverbände zu gewinnen, die über ein großes Netzwerk verfügen und sich für die Ausübung religiöser Traditionen stark machen können. Als positives Beispiel berichtete sie von der Gründung eines muslimischen Gräberfeldes in Jena, auf dem nun Muslime aus ganz Thüringen bestattet werden können.

Die Teilnehmenden des Themenraus waren sich einig, dass Religion ein wichtiger Faktor für das Ankommen geflüchteter Menschen ist, die in der Gemeinschaft Halt und Stärke finden.
Als Empfehlung an Kommunen wurde daher erarbeitet, Strukturen und Räume zu schaffen, welche die Ausübung des muslimischen Glaubens ermöglichen. Dazu müssen Verwaltungen, Landräte und Bürgermeister gestärkt werden und Ängste durch ein gegenseitiges Kennenlernen und Kommunikation auf Augenhöhe abgebaut werden.

Arbeitsphase II: Zum Umgang mit Ängsten, Vorurteilen und Islamfeindlichkeit

Neu zugewanderte Muslime treffen bei der Suche nach eigenen Räumen zur Religionsausübung oder bei Gründung eines Vereins oft auf Unverständnis, Vorbehalte oder offene Ablehnung. Der Verein Ufuq e.V. berät als bundesweiter Ansprechpartner Behörden und pädagogische Fachkräfte zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. In einem praxisnahen Workshop wollte der Verein den Teilnehmenden zeigen, wie Interessierte mit der ansässigen Bevölkerung oder innerhalb von Behörden in einen konstruktiven Dialog treten und durch transparente Information sowie Begegnung Vorurteile zum Islam und zur Religion abbauen können.

Referierende:

  • Mirjam Gläser, Ufuq e.V. Fachstelle Berlin gegen Islamfeindlichkeit und Islamismus

Moderation:

  • Dagmar Gendera, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro Frankfurt im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“

 

Am Nachmittag richtete der Themenraum Religion den Fokus auf die Frage, wie Islamfeindlichkeit begegnet werden kann. Dazu stellte Miriam Gläser von Ufuq die Arbeit ihres Vereins der politischen Bildung vor und gab einen Überblick über die Vielfalt verschiedener Strömungen und Traditionen innerhalb des einheitlich wahrgenommenen Islam.

Der Fokus des Inputs lag auf dem Thema antimuslimischer Rassismus. Ein Begriff, der sich zur Beschreibung von Feindlichkeit und Abwertung des Islam und Muslimen besonders eigne, da er die enthaltene Wertung, alltäglichen und strukturellen Rassismus sowie die Naturalisierung von Ungleichheit umfasse. Gläser führte aus, dass salafistische Gruppen antimuslimischen Rassismus in Deutschland gezielt nutzen, um Muslime anzuwerben, die sich von der Gesellschaft nicht anerkannt fühlen. Die Auseinandersetzung mit antimuslimischem Rassismus sei daher zugleich Präventionsarbeit.

Gläser erklärte den Begriff Salafismus und dessen Anziehungskraft durch einfache Erklärungen, Rollenklarheit sowie ein Gemeinschafts- und Gerechtigkeitsgefühl. Zudem informierte sie über die verschiedenen Gruppierungen und Ausprägungen innerhalb der als Salafismus bezeichneten Strömungen, von denen die gewaltbereite, dschihadistische Strömung nur einen sehr kleinen Anteil ausmache. Da salafistische Organisationen versuchen, gezielt muslimische Geflüchtete zu rekrutieren, gab sie den Tipp, sich über die Symbole gefährlicher Strömungen zu informieren und diese in Gemeinschaftsunterkünften zu prüfen.
Im Falle von Konflikten zwischen oder mit jungen muslimischen Geflüchteten gab sie den Hinweis, nicht alle Probleme durch eine ‚religiöse Brille‘ zu betrachten, sondern stattdessen mit den Beteiligten zu sprechen und den Umgang miteinander, Mobbing oder andere relevante Themen aufzugreifen.

Die Teilnehmenden des Thesenraums erarbeiteten die Empfehlung, durch einen offenen Umgang und Austausch emotional aufgeladene Vorurteile und Stereotype abzubauen und bei Unsicherheiten und Ängsten vor womöglich radikalen muslimischen Organisationen die Einschätzung von Expertinnen und Experten einzuholen.
Wenn in Kommunen bisher für Muslime keine Gebetsräume existieren, könnten christliche Gemeinden Räume zur Verfügung stellen oder in der Gemeinde verankerte Personen sich für die muslimische Gemeinschaft einsetzen. Die Verantwortung, gemeinsam Räume für die freie Religionsausübung zu schaffen, sich über muslimischen Traditionen zu informieren und mit Muslimen über diese auszutauschen um Vorbehalte ab- und Vertrauen aufzubauen, liege bei allen Menschen in der Kommune.

Themenraum: Vereine als Orte der Integration im ländlichen Raum

Arbeitsphase I: Gelungene Beispiele für Integration in Vereinen

Vereine sind zentrale Akteure im ländlichen Gemeinwesen. Sie bieten einen niedrigeschwelligen Zugang für sozialen Kontakt und Beteiligung. Gleichzeitig werden Vereine überwiegend von Ehrenamtlichen getragen und ihnen fehlen Ressourcen, um Geflüchtete gut einzubeziehen. Wie es dennoch gelingt, jungen Geflüchteten Teilhabe in Vereinen zu ermöglichen, wird in einem Gallery Walk sichtbar. Fünf Vereine stellen vor, wie sie die Integration junger Menschen mit Fluchthintergrund bewerkstelligt haben. In der anschließenden Kleingruppenarbeit stehen die Vertreterinnen und Vertreter der Vereine den Teilnehmenden mit ihrer Erfahrung zur Seite.

Referierende:

  • Marlene Niesing, Jugendkoordinatorin Villa Lampe Heilbad Heiligenstadt
  • Hannes Hübner, Vorstand Café Hotspot e.V.
  • Thomas Ernst, Trainer und umA-Betreuer MSV Eisleben
  • Dr. Mieste Hotopp-Riecke, .lkj) - Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V., Mitarbeiter im Projekt „Dehnungsfuge“
  • Torsten Sowada, .lkj) - Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V., Projektleiter des Projekts „Dehnungsfuge“


Moderation:

  • Esther Mankin, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Servicebüro München im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“


In der ersten Arbeitsphase standen vor allem Beispiele aus Vereinen und Initiativen im Mittelpunkt. Diese sind auf verschiedene Herausforderungen, gute Beispiele und Erfahrungswerte eingegangen. Es waren selbst viele Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen und Initiativen unter den Teilnehmenden. Diese konnten sehr gut aus eigenen Erfahrungen berichten und ihre Anliegen kommunizieren. So kam eine lebendige Arbeitsphase zustande, sowohl im Plenum und Projektvorstellungsgruppen als auch in den Kleingruppen.

Eine zentrale Aussage war, dass man nicht nur von Geflüchteten etwas erwarten könne, sondern auch die Aufnahmegesellschaft gefordert werden muss. Als weitere große Herausforderung wird vielerorts der „Verschleiß“ des Ehrenamts gesehen. Es stand vor allem auch die Arbeit von Haupt- und Ehrenamt im Fokus. Auf das Ehrenamt sollte man sich nur eine Zeit lang verlassen können. Langfristig müsse eine Förderung her, da das Ehrenamt oft fachlich und zeitlich überfordert sei. Wiederholt wurde gesagt, wie essentiell eine Bedarfsanalyse sei, um vorhandenen Strukturen zu nutzen und auszubauen, für eine Entlastung zu sorgen und einen permanenten Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamt zu schaffen. Es kamen die Aussagen, dass „je kleiner eine Kommune, desto größer die Ehrenamt -Struktur“ und, dass „soziale Teilhabe in erster Linie durch Ehrenamt stattfindet“. Auch unter den Geflüchteten selbst gibt es einige Hürden, wie zum Beispiel unterschiedliche Sprachen und Eintrittsbarrieren für Vereine und Initiativen. Ein großes Thema sei die Finanzierung und dass viele Vereine sich Unterstützung bei der Antragsstellung wünschen. Förderanträge werden, gerade wenn man nicht weiß, wo und was alles gefördert wird, als „Zeitfresser“ gesehen.

Oft wurde deutlich, dass der Impuls für ein Projekt/einen Verein vom Engagement einer einzelnen Person abhängt, die das Ganze ins Rollen bringt. Sport als Bindeglied an neue soziale Umgebungen ist oft ein Erfolgsgarant. In vielen der vorgestellten Projekte wurde berichtet, dass die Geflüchteten selbst den wichtigsten Multiplikatoren sind oder sogar viele Projekte aus eigener Initiative starten lassen. Gut funktioniert es auch, Geflüchtete selbst in Trainer- oder Organisationspositionen zu bringen. Dies fördere Verbindlichkeit und Partizipation.

Arbeitsphase II: Zusammenwirken von Vereinen mit anderen kommunalen Akteuren

Am Beispiel des „Willkommen bei Freunden“-Bündnisses „Bleib in Bad Sooden-Allendorf“
zeigt sich, wie eine gute Zusammenarbeit von verschiedenen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren in der Kommune die Integration von jungen Geflüchteten befördert und welche Netzwerke hierzu aufgebaut und genutzt werden können. In einem anschließenden Vortrag wurde diskutiert, wie Hauptamtliche ehrenamtlich Tätige besonders gut unterstützen können, was Ehrenamtliche von Hauptamtlichen lernen können und wie sich die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen auf Vereine auswirkt.

Referierende:

  • Lisa Hottenroth, Referentin im Projekt-Team „Bleib in Bad Sooden-Allendorf“


Moderation:

  • Alice Drouin, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Programm „Willkommen im Fußball“


In der zweiten Arbeitsphase ging es insbesondere um gute Gelingensbedingungen für die Integration im ländlichen Raum. Einige der Teilnehmenden aus der ersten Arbeitsphase waren wieder anwesend, jedoch weitaus mehr Personen, die nicht aus Vereinen oder Initiativen kommen. Hingegen gab es einige Teilnehmende aus Behörden, aber auch einige Ehreamtskoordinatorinnen und -koordinatoren. Allgemein wurden eher bestehende Probleme und Hürden thematisiert.

Hier wurde ebenfalls in den Kleingruppen immer wieder betont, wie wichtig eine Bedarfsanalyse sei. Auch die Bedeutung von Haupt- und Ehrenamt wurde diskutiert und man war sich auch hier einig, dass für Entlastung und regelmäßigen Austausch gesorgt werden muss. Die Arbeit der Ehrenamtlichen dürfe die der Hauptamtlichen nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Als gute Beispiele für die Arbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt wurden oftmals Schulungen, Vereinsarbeit und kommunale Tandems benannt. Allem voran stehen auch hier eine gute und offene Kommunikation sowie eine transparente Struktur. Dass es einer Person bedarf, bei der die Fäden zusammenlaufen, fand auch in der zweiten Arbeitsphase einen Konsens.

Ähnlich wie in der ersten Arbeitsphase wurde auch hier der Multiplikator-Effekt seitens der Geflüchteten beschrieben. Auch hier wurde berichtet, wie wichtig die Geflüchteten für den Erfolg eines Projekts/einer Initiative sind. Durch deren Mitarbeit und deren Engagement wird daraus erst ein „good practice“.

Präsentation von Lisa Hottenroth PDF, 890KB