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Lokale Bündnisse aufbauen und stärken
Ziele des Bundesprogramms

Lokale Bündnisse aufbauen und stärken

Das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ unterstützt Landkreise, Städte und Gemeinden dabei, geflüchtete Kinder und Jugendliche gut aufzunehmen und zu betreuen. Dadurch sollen junge Menschen mit Fluchtgeschichte ihr Grundrecht auf Bildung und Teilhabe wahrnehmen können, die ihnen zustehende Begleitung und Förderung erhalten und die Möglichkeit bekommen, sich aktiv ins Gemeinwesen einzubringen. Das sind die übergeordneten Ziele des Bundesprogramms.

Damit die nächsten Wege leichter werden

Geflüchtete Kinder und Jugendliche sehen sich bei ihrer Ankunft in Deutschland großen Herausforderungen gegenüber. Nicht nur in München, Hamburg oder Köln, sondern auch in kleineren Kommunen in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz. Dabei stehen sowohl unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, als auch geflüchtete Kinder und Jugendliche in Begleitung ihrer Familien im Fokus. Das Bundesprogramm betrachtet geflüchtete Kinder und Jugendliche in erster Linie als Kinder und Jugendliche mit individuellen Potentialen und Bedürfnissen. Ausgehend von diesem Ansatz arbeiten unsere Mitarbeitenden daran, die Wege für junge Geflüchtete und die aufnehmenden Kommunen zu erleichtern.

Lokale Bündnisse aufbauen und stärken

„Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ unterstützt Landkreise, Städte und Gemeinden zum einen bei der Etablierung von Bündnissen vor Ort. Jedes dieser Bündnisse besteht im Sinne des Programms aus mindestens drei lokalen Akteuren. Die Bündnispartner können zum Beispiel Jugendamtsmitarbeitende, Bürgermeister, Sozialdezernenten, Lehrerinnen, Betreiber von Gemeinschaftsunterkünften, ehrenamtliche Unterstützerinnen oder die geflüchteten junge Menschen selbst sein. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher unter anderem bezüglich der Unterbringung, des Kinderschutzes oder der Berufsorientierung zu verbessern. Zum anderen sollen bereits bestehende Bündnisse bei ihrer täglichen Arbeit gestärkt und beraten werden.

Zielgruppe des Bundesprogramms

Das Bundesprogramm richtet sich an Mitarbeitende auf der kommunalen Ebene, insbesondere aus der Verwaltung, etwa in Jugendämtern, Sozialämtern, Ausländerämtern, der Bildungsverwaltung oder Flüchtlingskoordination. Ebenso unterstützt „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ Fachkräfte wie zum Beispiel Sozialarbeitende, Lehrerinnen und Erzieher. Aber auch Ehrenamtliche, freie Träger, Migrantenorganisationen und geflüchtete Kinder und Jugendliche können an den Aktivitäten des Programms teilnehmen und sind wichtiger Bestandteil der beschriebenen Bündnisse.

Unterstützung durch regionale Servicebüros

Der erste Schritt zur Zusammenarbeit ist ein persönlicher Austausch zwischen Mitarbeitenden des Programms und interessierten Personen aus den Kommunen. In diesem Erstgespräch werden Erwartungen geklärt, über Möglichkeiten zur Unterstützung gesprochen und gegebenenfalls die nächsten Schritte vereinbart. Damit dieser enge Austausch gut funktioniert, wurden sechs Servicebüros in Deutschland eingerichtet. Jedes Büro ist für eine bestimmte Region im Bundesgebiet zuständig. Das Servicebüro in Köln berät beispielsweise Kommunen in Nordrhein-Westfalen und das Büro in Magdeburg unterstützt Regionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Durch diesen direkten Kontakt können schnell und unkompliziert lokal und regional abgestimmte Angebote zur Verfügung gestellt werden.

Beratungs- und Qualifizierungsangebote

Das Bundesprogramm bietet fünf Arten von Angeboten, welche einzeln oder kombiniert genutzt werden können. Hierzu gehören Analyseworkshops, um den aktuellen Stand in der Kommune zu erheben und Fortbildungen, die entsprechend der konkreten Anforderungen der Kommune konzipiert werden. Um nachhaltige Veränderungen auf struktureller Ebene zu unterstützen, bietet das Programm überdies Prozessbegleitungen an. Darüber hinaus organisiert das Bundesprogramm Hospitationen und unterstützt Kommunen bei der Gestaltung von Dialogen. „Welche Themen und Bereiche tatsächlich bearbeitet werden, hängt von den Rahmenbedingungen und den eigenen Vorstellungen der Akteure in den jeweiligen Kommunen ab.“, erläutert die Programmleitung von „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“.