Frühe Bildung

Ab wann dürfen junge Geflüchtete in die Kita? Eine Rechtsstudie gibt Antworten.

Viele junge Geflüchtete sind noch nicht im Schuleintrittsalter. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) spricht von etwa der Hälfte aller minderjährigen Asylbewerber. Für geflüchtete Kinder sind Kindertageseinrichtungen und andere frühkindliche Bildungsangebote ein guter Weg zur Integration.

Geflüchtete Kinder lernen in der Kita nicht nur deutsch, sondern können dort ebenso neue Freundschaften schließen. Die Kitabetreuung ist aber auch für Eltern geflohener Kinder eine Chance: Sie werden einerseits bei der Erziehung unterstützt und bekommen andererseits die Möglichkeit an Sprachkursen und Ausbildungen, während ihre Kinder betreut werden, teilzunehmen.

Seit dem 1. August 2013 haben Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben und in Deutschland leben, einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Dies gilt ebenso für geflüchtete Kinder – zumindest theoretisch. In der Praxis bestehen noch offene Fragen. Um diese Fragen aus juristischer Sicht zu beantworten hat das DJI eine umfassende Rechtsexpertise erarbeitet. Die Studie „Flüchtlingskinder und ihre Förderung in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege“ setzt sich zum einen mit vorhandenen Gesetzen auseinander, welche den Zugang in frühkindliche Bildungseinrichtungen für geflohene Kinder begründen. Zum anderen wurde untersucht, welche Möglichkeiten, aber auch welche Hindernisse darüber hinaus bestehen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf indirekten Diskriminierungsmechanismen. Also auf Strukturen, welche besonders jungen Geflüchteten den Zugang zu Angeboten der Kindertagesbetreuung erschweren.

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