Kommune

Empfehlungen für ein Gewaltschutzkonzept in Gemeinschaftsunterkünfte

Vielen Kommunen fehlt die Möglichkeit geflüchtete Familien mit Kindern in Privatwohnungen unterzubringen. Die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften ist dann häufig die einzige Möglichkeit, um schnell Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Häufig fehlt es dort jedoch an Standards zum Schutz von jungen Geflüchteten. Die Empfehlungen vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Gesamtverband e. V. sollen dabei helfen, erforderliche Gewaltschutzkonzepte für Gemeinschaftsunterkünfte zu erarbeiten.

Ein wichtiger Bestandteil der empfohlenen Maßnahmen ist unter anderem die Information und Sensibilisierung der Mitarbeitenden und Bewohner der Unterkünfte. Besonders junge Geflüchtete sollten in leichter und verständlicher Sprache über ihre Rechte aufgeklärt werden. Ebenso ist es wichtig, dass alle Bewohner die Möglichkeit haben, sich bei Verdachtsfällen, Sorgen und Fragen an eine konkrete Person wenden zu können. Diese Ansprechpersonen sollten dafür speziell geschult worden sein und Erfahrungen mit Kriseninterventionen und psychischer Stabilisierung besitzen.

Neben den vorbeugenden Initiativen empfiehlt die Arbeitshilfe auch einen Ablaufplan für den Fall eines stattgefundenen Übergriffs. Dazu gehört neben der Sicherstellung des Schutzes auch das Hinzuziehen von Dolmetschern. Außerdem wird darauf hingewiesen, die Rechte der betroffenen Kinder und Frauen entsprechend geltend zu machen. Ärzte, Rechtsanwälte oder Fachberatungsstellen können dabei unterstützen. Insgesamt bietet die Broschüre damit eine gute Orientierung für die Verbesserung des Kinderschutzes in Gemeinschaftsunterkünften.

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