Kommune

Integration junger Geflüchteter – Gemeinsam Erfahrungen austauschen

Auf der regionalen Vernetzungsveranstaltung „Gemeinsam Integration geflüchteter Jugendlicher und junger Erwachsener in die Kommune gestalten“ trafen sich etwa 70 Expertinnen und Experten aus dem Münsterland und dem nördlichen Ruhrgebiet. Im LWL-Landeshaus in Münster hatten sie die Möglichkeit Praxiserfahrungen bezüglich der Integration junger Geflüchteter auszutauschen und Anregungen durch fachliche Impulse zu bekommen. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Fachtagen, die der „Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Landesjugendamt Westfalen“ gemeinsam mit dem Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“ durchführt.

Gute Ansätze miteinander verbinden

„Wie klappt’s denn mit der Integration junger geflüchteter Menschen in Ihren Kommunen? Und welche guten Ansätze gibt es in der Jugendarbeit, in der Jugendsozialarbeit oder beim Übergang von der Schule in den Beruf?“ Mit diesen Worten begrüßte Klaus Dreyer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Landesjugendamt Westfalen die Fach- und Leitungskräfte aus Kommunalverwaltung, freien Trägern und Initiativen in den Bereichen der Jugendpolitik und Jugendförderung. Es gibt bereits viele gelingende Integrationsprojekte und Arbeitsansätze. „Wichtig ist aber auch, über den Tellerrand zu schauen und die Ansätze zu vernetzen“, ermuntert Kathrin Hanke, Programmleiterin des Servicebüros Köln von „Willkommen bei Freunden“.

Gegenseitiger Erfahrungsaustausch

Gelegenheit hierfür hatten die Teilnehmenden in der Workshop-Phase. Hier konnten Praxiserfahrungen aus der Region ausgetauscht werden. So berichteten Mitarbeiterinnen der Stadt Münster und vom Verbund sozial-therapeutischer Einrichtungen in Münster über Erfahrungen mit dem Seiteneinstieg in Grundschulen und weiterführenden Schulen. Norbert Buß vom Berufsorientierungszentrum Ahaus stellte die tagesstrukturierenden, orientierenden und qualifizierenden Angeboten für junge Geflüchtete in seiner Region vor. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit den Möglichkeiten für geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr interessieren. Auch Dr. Kemal Bozay von der Fachhochschule Dortmund weist in seinem Impulsvortrag darauf hin, wie wichtig es ist, gemeinsam mit den jungen Menschen zu planen. Zu fragen, wofür sie sich interessieren. Aus seiner Sicht müssten sie viel häufiger in die kommunale Planung mit einbezogen werden.

Möglichkeiten für neue Bündnisse

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden aber auch die Möglichkeit, sich zu konkreten Verabredungen zu treffen. Viele Akteure, wie zum Beispiel kommunale Integrationszentren, Jugendämter und –verbände konnten sich hier vernetzen und beraten.

So haben sich beispielsweise das Kommunale Integrationszentrum und der Caritasverband eines Kreises zur gemeinsamen Teilnahme in einem bestehenden Netzwerk verabredet und für Münster fand sich ein weiterer Partner im großen Bereich des Übergangs Schule-Beruf.

Gewinn für weiteren Integrationsprozess

Insgesamt zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein durchweg positives Fazit. Sowohl die Thematik in sich als auch der Inhalt selbst bot neue Chancen und Möglichkeiten, den Integrationsprozess vor Ort weiter voranzubringen.“ So stellte ein Teilnehmer im Workshop zur regionalen Vernetzung fest, dass nun auch Träger innerhalb einer Kommune, die jahrelang nur nebeneinanderher gearbeitet hätten, endlich miteinander ins Gespräch gekommen sein. Den Mehrwert der Veranstaltung brachte ein Teilnehmer prägnant auf den Punkt: „Integration ist ein langer Prozess: Die bestehenden Strukturen sind teilweise nicht bekannt oder Angebote sind nicht klar. Eine regionale Vernetzungsveranstaltung ist daher ein Gewinn“.

Termine der weiteren Veranstaltungen:
Vlotho, 28.November 2016 (Region: Detmold)
Dortmund, 05.Dezember 2016 (Region: Arnsberg/Ruhrgebiet)
N.N., 06. Februar 2017 (Region: Arnsberg/Süd-Ost)

Weitere Veranstaltungen im Rheinland für das Jahr 2017 befinden sich in Planung.

Nach oben Zurück zur Übersicht