Ausbildung und Berufseinstieg Schule

Podcast: Übergänge in den Beruf im bayerischen Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf in der bayerischen Oberpfalz hat sich ein erfolgreiches Netzwerk aus Berufsschule, Unternehmen und Jugendamt etabliert, das junge Geflüchtete unterstützt. Damit Bildungserfolg gelingen kann, braucht es Mitarbeitende in allen Institutionen und engagierte Lehrkräfte, die sich gemeinsam dazu entscheiden, sich weit über ihr bisheriges Jobverständnis hinaus einzusetzen. Aber vor allem auch Unternehmen, die den jungen Leuten eine Chance geben.

In der ersten Folge des „Willkommen bei Freunden”-Podcast bekommen Sie einen Einblick in die Zusammenarbeit einer Beruflichen Schule und einem Hersteller von Landmaschinengeräten im bayerischen Landkreis Schwandorf. Im Erfahrungsaustausch sind Werner Nagler, Lehrer am Oskar-von-Miller Berufsschulzentrum, Anton Grauvogl, Ausbildungsleiter des Landmaschinengeräte-Herstellers HORSCH Maschinen GmbH und Gerd Herpay, Teamverantwortlicher des Sozialen Diensts im Bereich Familienunterstützende Hilfen im Jugendamt des brandenburgischen Landkreises Teltow-Fläming. Was funktioniert in Schwandorf besonders gut und lässt sich auch auf andere Landkreise übertragen? Wie wichtig ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteure? Welche Herausforderungen mussten gemeistert werden?

Der „Willkommen bei Freunden“-Podcast

Der „Willkommen bei Freunden“-Podcast beschäftigt sich mit dem Thema Übergänge für geflüchtete Jugendliche. In jeder Folge steht ein Leuchtturm-Projekt im Fokus. Das Besondere am Podcast: Fachkräfte aus verschiedenen Städten, Landkreisen und Bundesländern tauschen sich untereinander aus. Der Podcast bietet einen Rahmen für Mitarbeitende aus Jugendämtern, Kommunalverwaltungen oder Bildungseinrichtungen, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Wie gehen andere Kolleginnen und Kollegen mit ähnlichen Herausforderungen um? Was lässt sich davon auf die eigene Arbeit vor Ort anwenden? Auch soll der Podcast Hörerinnen und Hörern aus dem Bereich Migration und Integration Impulse für ihre Arbeit geben.

Podcast: Folge 1

00:00 - 00:25: Begrüßung | 00:26 - 00:58: Einführung und Erläuterungen zum „Willkommen bei Freunden”-Podcast | 00:59 - 02:04: Begrüßung der Gäste | 02:05 - 03:38: Hintergrundinfprmationen zur Bündnisarbeit im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming und im bayerischen Landkreis Schwandorf | 03:39 - 04:12: Einstiegsfrage: In Brandenburg wurden für schulpflichtige Jugendliche über 16 Jahre zum Schuljahr 2015/16 zweijährige Bildungsgänge an den Oberstufenzentren eingeführt, in denen einerseits Deutsch vermittelt wird, andererseits die Berufsbildungsreife erworben werden soll. Die ersten Jugendlichen verlassen die Schulen in diesem Sommer. Herr Herpay, wie stellt sich die Situation im Landkreis Teltow-Fläming dar: Wird der Übergang in den Beruf für diese Jugendlichen problemlos gelingen? | 04:13 - 06:29: Herr Herpay zur Situation im Landkreis Teltow-Fläming | 06:30 - 07:25: Anton Grauvogl zum notwendigen Sprachniveau für eine Ausbildung und dem Ausbildungsweg über eine zweijährige Praxisausbildung | 07:26 - 09:33: Herr Nagler zur sprachlichen und kulturellen Schulbildung am Berufsschulzentrum Oskar-von-Miller | 09:34 - 10:13: Gerd Herpay fragt nach dem Vorgehen der Firma Horsch bezüglich der beruflichen Integration geflüchteter Jugendlicher | 10:14 - 11:21: Werner Nagler zum Projekt „Crossing Lifelines”, worüber das heutige Netzwerk in Schwandorf entstanden ist | 11:22 - 12:58: Anton Grauvogl berichtet über die Initiierung des Schwandorfer Netzwerkes über einen runden Tisch mit Jugendamt, Ausländerbehörde und Unterbringungen | 12:59 - 14:14: Herr Herpay berichtet von den Anfängen der Netzwerkarbeit im landkreis Teltow-Fläming. Zudem fragt er, wie es der Firma Horsch und dem Berufsschulzentrum gelingt, geflüchtete Schüler außerhalb des Projekts „Crossing Lifelines” beruflich zu integrieren | 14:15 -14:38 : Anton Grauvogl berichtet, dass die Firma Horsch und andere beteiligte Unternehmen Vorpraktika für geflüchtete Jugendliche anbieten, als Grundlage für die Auswahl von Auszubildenden | 14:39 - 15:30: Gerd Herpay fragt nach den Erfahrungen hinsichtlich der Beschulung von jungen Geflüchteten in exklusiven oder inklusiven Klassen | 15:31 - 16:22: Werner Nagler erzählt, dass sich das exklusive System bewährt hat | 16:33 - 18:02: Anton Grauvogel berichtet, dass die Firma Horsch für alle neuen Auszubildenden externe Einführungstage in einer Jugendeinrichtung organisiert, welche inklusiv zusammengesetzt werden | 18:03 - 19:09: Gerd Herpay fragt nach der Vereinbarkeit der sogenannten „3 + 2 Regelung” | 19:10 - 19:36: Werner Nagler sagt, dass es hinsichtlich der „3 + 2 Regelung” keine Hindernisse gibt | 19:37 - 20:29: Anton Grauvogl berichtet über die unterschiedliche Verfahrensweise der Ausländerbehörden in den angrenzenden Landkreisen | 20:30 - 21:24: Gerd Herpay bestätigt die regionalen Unterschiede bezüglich der Jugendhilfe in Brandenburg | 21:25 - 21:39: Werner Nagler sagt, dass Integration junger Geflüchteter immer auch politische Arbeit bedeutet | 21:40 - 22:29: Verabschiedung der Gäste | 22:30 - 22:40: Hinweis auf die Al-Farabi Musikakademie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung | 22:41 - 23:15: Hinweis auf die Al-Farabi Musikakademie | 23:16 -23:39: Verabschiedung |23:40 - 24:48: Mitschnitt eines Konzerts der Al-Farabi Musikakademie. Sie spielen ein Klavierkonzert von Mozart in C-Dur | 24:49 - 25:07: Das Bundesprogramm "Willkommen bei Freunden - Bündnisse für junge Flüchtlinge" ist ein gemeinsames Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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